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Kundenspezifische Ankerplatten | OEM-Bergbaukomponenten
Weforging fertigt kundenspezifische Ankerplatten (Rock Bolt Bearing Plates) für Ankersysteme und die Gebirgssicherung im untertägigen Bergbau. Zusammen mit dem Gebirgsanker bildet die Ankerplatte die Auflagefläche am Gebirge und überträgt die auftretenden Kräfte auf den abgestützten Bereich.
Die Fertigung erfolgt nach Kundenzeichnung und technischen Spezifikationen. Abmessungen, Blechdicke, Mittelöffnung, Umformgeometrie und zusätzliche Bohrungen werden entsprechend der jeweiligen Anwendung festgelegt. Die Grundgeometrie wird überwiegend durch Stanzen und Umformen von Stahlblech hergestellt; zusätzliche mechanische Bearbeitung kommt nur dort zum Einsatz, wo sie technisch erforderlich ist.
Was ist eine Ankerplatte?
Eine Ankerplatte wird an der freiliegenden Gebirgsoberfläche als Bestandteil eines Ankersystems eingesetzt. Sie schafft eine definierte Auflagefläche um den Anker und unterstützt die Kraftübertragung zwischen Ankersystem und Gebirge.
Dabei arbeitet die Platte mit dem Gebirgsanker, der Mutter oder weiteren Auflageelementen als funktionale Einheit. Mittelöffnung, Blechdicke, Umformprofil und Auflagefläche müssen deshalb auf das vorgesehene Sicherungssystem abgestimmt sein.
Im Bergbau werden häufig gewölbte oder anderweitig umgeformte Ankerplatten eingesetzt, wenn die Geometrie gezielt auf Ankerverbindung und Auflagefläche ausgelegt ist.
Kundenspezifische Ankerplatten nach OEM-Zeichnung
Eine Ankerplatte für den Bergbau sollte nicht ausschließlich über ihre Außenabmessungen definiert werden. Entscheidend sind auch Ankersystem, Einbausituation und Anforderungen der Gebirgssicherung.
Weforging fertigt kundenspezifische Ankerplatten nach Zeichnung und technischer Spezifikation. Mittelöffnung, Blechdicke und Umformgeometrie werden entsprechend der freigegebenen Konstruktion umgesetzt. Bei Sonderausführungen können zusätzliche Bohrungen, spezielle Profile und lokale Maßanforderungen berücksichtigt werden.
| Spezifikation | Festzulegende Angaben |
|---|---|
| Plattenabmessungen | Länge und Breite |
| Blechdicke | Nenndicke und Toleranz |
| Mittelöffnung | Durchmesser, Geometrie und Toleranz |
| Umformprofil | Gewölbt, erhöht oder nach OEM-Geometrie |
| Zusätzliche Bohrungen | Durchmesser, Anzahl und Position |
| Werkstoff | Stahlsorte oder geforderte Eigenschaften |
| Oberflächenzustand | Nach Zeichnung und Einsatzanforderungen |
Wie werden Ankerplatten hergestellt?
Rock Bolt Bearing Plates werden hauptsächlich aus Stahlblech durch Zuschnitt, Stanzen und Umformen hergestellt. Je nach Bauteilgeometrie und Produktionsanforderungen kann zunächst ein Laserzuschnitt erfolgen. Anschließend werden die erforderlichen Öffnungen und die Umformgeometrie durch Stanz- und Umformprozesse hergestellt.
Bei dieser Ausführung wird der Stahlblechzuschnitt zunächst per Laser geschnitten und anschließend gestanzt und umgeformt. Eine zusätzliche mechanische Bearbeitung erfolgt nur, wenn bestimmte Merkmale oder Toleranzen dies erfordern.
CNC-Bearbeitung oder andere spanende Verfahren werden daher gezielt für Merkmale eingesetzt, die sich durch Stanzen und Umformen nicht wirtschaftlich oder ausreichend präzise herstellen lassen.
Stahlblech → Zuschnitt → Stanzen → Umformen → ggf. Nachbearbeitung → Prüfung
Die Fertigungsroute richtet sich damit nach Geometrie, Zeichnung und technischen Anforderungen des jeweiligen Bauteils und nicht nach einem einheitlichen Verfahren für alle Bergbaukomponenten.
Realer Fertigungsablauf einer kundenspezifischen Ankerplatte: Laserzuschnitt des Stahlblechs mit anschließendem Stanzen und Umformen.
Warum ist die Geometrie der Ankerplatte wichtig?
Eine Ankerplatte ist mehr als ein flaches Stahlblech mit einer Bohrung. Blechdicke, Umformprofil, Mittelöffnung und wirksame Auflagefläche bestimmen, wie die Platte mit dem Ankersystem und dem abgestützten Gebirge zusammenwirkt.
Bei gewölbten und umgeformten Platten ist das Profil ein funktionales Merkmal. Änderungen der Geometrie können das Trag- und Verformungsverhalten beeinflussen.
Für OEM-Projekte fertigt Weforging deshalb nach der freigegebenen Kundenzeichnung. Profil, Öffnungsgeometrie und andere funktionsrelevante Maße werden nicht eigenständig verändert.
Prüfung von Ankerplatten für den Bergbau
Untertägige Einsatzbedingungen können anspruchsvoll sein. In bestimmten Bergbauregionen können während des Winterbetriebs Temperaturen unter 0 °C auftreten. Sind Einsatztemperaturen von −10 °C oder −20 °C vorgesehen, sollte die Werkstoffauswahl diese Bedingungen bereits bei der Beschaffung berücksichtigen und nicht erst bei der Endprüfung.
Bei Projekten mit einer spezifizierten Kerbschlagprüfung bei −20 °C wird ein Stahl mit der geforderten Tieftemperaturzähigkeit ausgewählt, der gleichzeitig die vorgegebenen Zugfestigkeits- und Streckgrenzenanforderungen erfüllt.

Die Werkstoffverifizierung beginnt beim Wareneingang. Proben werden mittels chemischer Analyse geprüft und die ermittelte Zusammensetzung mit den Werkstoff- und Beschaffungsunterlagen abgeglichen. Dadurch lässt sich die bestätigte Werkstoffqualität der entsprechenden Produktionscharge zuordnen.
Anschließend kann die Kerbschlagprüfung bei −20 °C zur Überprüfung der Tieftemperaturzähigkeit durchgeführt werden. Zugversuch und Streckgrenzenprüfung dienen der Verifizierung der spezifizierten Festigkeitseigenschaften. Die Ergebnisse werden der jeweiligen Werkstoff- und Produktionscharge zugeordnet und unterstützen eine nachvollziehbare Rückverfolgbarkeit.
Von der Zeichnung und Musterfreigabe zur Serienfertigung
Bei einer kundenspezifischen Ankerplatte beginnt die Fertigung mit der Prüfung der Zeichnung und der relevanten Einbauanforderungen. Werkstoff, Blechdicke, Lochgeometrie, Umformprofil, kritische Maße und Prüfanforderungen sollten vor der endgültigen Werkzeugfreigabe festgelegt werden.
Anschließend können Musterteile zur Maß- und Funktionsprüfung gefertigt werden. Bei Sonderteilen ist dieser Schritt besonders hilfreich, um die Umformgeometrie und das Zusammenspiel mit den zugehörigen Komponenten zu bestätigen.
Nach der Freigabe dienen bestätigte Zeichnung, Werkzeugauslegung und freigegebenes Muster als technische Referenz für die wiederholbare Serienfertigung.
Ankerplatten für die Gebirgssicherung im Bergbau
In der Gebirgssicherung im untertägigen Bergbau arbeitet die Ankerplatte mit dem Gebirgsanker und den zugehörigen Befestigungselementen als Teil des gesamten Sicherungssystems. Geometrie und Anschlussdetails müssen daher auf die vorgesehene Ankeranordnung und OEM-Konstruktion abgestimmt sein.
Weforging fertigt neben Ankerplatten auch Ankerköpfe, Sechskant-Antriebshülsen und weitere kundenspezifische Komponenten für die Gebirgssicherung nach Kundenzeichnung. Abhängig von Bauteilgeometrie und Anforderungen kommen Stanzen, Warmgesenkschmieden, Kaltumformen oder spanende Bearbeitung zum Einsatz.
Einen umfassenderen Überblick über diese Bauteile und Fertigungsverfahren finden Sie auf unserer Seite Custom Mining Ground Support Components.
Weitere Komponenten für die Gebirgssicherung
Unterschiedliche Komponenten der Gebirgssicherung erfordern unterschiedliche Fertigungsrouten. Weforging liefert Ankerköpfe, Sechskant-Antriebshülsen, Ankerplatten und weitere kundenspezifische Metallkomponenten nach OEM-Zeichnung.
Je nach Bauteil können Warmgesenkschmieden, Kaltumformen, Stanzen, Bearbeitung aus Stangenmaterial oder CNC-Fertigbearbeitung eingesetzt werden. Dadurch lässt sich der Fertigungsprozess gezielt auf Geometrie, Werkstoff und Produktionsanforderungen abstimmen.
Wofür wird eine Ankerplatte verwendet?
Werden Ankerplatten gestanzt oder mechanisch bearbeitet?
Können Abmessungen und Lochbilder kundenspezifisch gefertigt werden?
Können vor der Serienfertigung Muster geliefert werden?
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